10 Zusatzstoffe, die man im Futter Ihres Tieres vermeiden sollte
BHA, BHT, Ethoxyquin, künstliche Farbstoffe: Die Liste der umstrittenen Zusatzstoffe in Hunde- und Katzenfutter.
Warum sollten wir vorsichtig sein?
Zusatzstoffe in Tierfutter sind weniger reguliert als in Lebensmitteln für Menschen. Einige sind in unseren Produkten verboten, aber in denen für unsere Haustiere erlaubt (sogar verbreitet), oft weil der chronische Verbrauch über Jahre hinweg niemals langfristig bewertet wurde.
Hier sind die 10 zu vermeidenden Zusatzstoffe, in abnehmender Reihenfolge des Risikos.
1. Ethoxyquin (non-E)
Seit 2017 in der EU-Humanernährung verboten, aber immer noch in einigen importierten Fischmehlen vorhanden. Verdacht auf Krebserregung. Wenn Ihr Trockenfutter "Fischmehl" enthält, ohne "ethoxyquinfrei" anzugeben, seien Sie vorsichtig.
2. BHA (E320) und BHT (E321)
Synthetische Antioxidantien zur Konservierung von Fetten. Als möglicherweise krebserregend eingestuft (IARC-Gruppe 2B für BHA). Gesunde Alternativen: Tocopherole (natürliches Vitamin E), Rosmarinextrakt, Ascorbinsäure (Vitamin C).
3. Natriumnitrite (E250)
Werden in Nassfutter verwendet, um die rote Farbe zu fixieren. Verwandeln sich in krebserregende Nitrosamine beim Kochen. Wirklich unnötig in Tierfutter.
4. Künstliche Farbstoffe
- E110 (Orangengelb S), E127 (Erythrosin), E131 (Patentblau V): mit Hyperaktivität und allergischen Reaktionen verbunden
- Tiere sehen Farben nicht wie wir. Farbstoffe dienen NUR dazu, das Trockenfutter für den menschlichen Besitzer attraktiver zu machen.
5. Mononatriumglutamat (E621)
Geschmacksverstärker. Kann bei empfindlichen Tieren Reaktionen hervorrufen.
6. Propylenglykol
Feuchthaltestoff, um halbfeuchtes Trockenfutter feucht zu halten. Bei Katzen verboten (Risiko von Heinz-Körper-hämolytischer Anämie). Bei Hunden toleriert, aber umstritten.
7. Natriumsulfit
Konservierungsstoff, der Thiamin (Vitamin B1) zerstört. B1-Mangel bei Katzen kann zu schwerwiegenden neurologischen Problemen führen.
8. Zugesetzte Zucker (Maissirup, Karamell)
Kein Nährwert, fördern Übergewicht und Zahnkaries. In 40 % der im Supermarkt erhältlichen Leckereien vorhanden.
9. Carrageen (E407)
Gelierungsmittel häufig in Nassfutter. Verdacht auf Reizung des Darmtrakts bei längerer Anwendung. Alternativen: Guarkernmehl, Pektin.
10. Nicht identifizierte Nebenerzeugnisse
Kein Zusatzstoff im engeren Sinne, aber problematisch: "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" ohne Angabe können Federn, Schnäbel, Hufe, Felle verbergen — legal, aber sehr schlecht verdaulich.
Wie man schnell überprüft
Auf SokoScan wird jedes Produkt anhand unserer Datenbank von 171 bekannten Zusatzstoffen analysiert (EFSA, FEDIAF, tierärztliche Studien). Ein verbotener oder hochriskanter Zusatzstoff begrenzt automatisch die Produktbewertung.
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